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Beobachtung

Teilnehmende und nicht-teilnehmende Beobachtungen entstammen der Ethnografie und werden auch in der Marktforschung verstärkt angewendet. Hierbei begeben sich die Forschenden in einen sozialen Raum und dokumentieren das Geschehen. Dies geschieht durch das dichte Beschreiben von verschiedenen Situationen. Alltagssituationen, soziale Interaktionen oder die Nutzung von sozialen Räumen können so analysierbar gemacht werden. Die Rekonstruktion von Lebenswelten oder Interaktionen stehen hier im Vordergrund. Verschiedene Arten von Beobachtungen liefern den Forschenden zudem unterschiedliche Zugänge zu dem Untersuchungsgegenstand. So unterscheidet man zwischen offenen und verdeckten, sowie teilnehmenden und nichtteilnehmenden Beobachtungen. Die Mehrzahl der Beobachtungen sind offene, teilnehmende Beobachtungen, bei der die Forschenden ihre Identität (als Wissenschaftler*innen) preisgeben und sich aktiv im zu untersuchenden Geschehen bewegen, dies wahrnehmen, aufzeichnen und später reflektieren. Geschehnisse werden protokollarisch festgehalten, einzelne Situationen werden sofern relevant näher beschrieben und es können sogar einzelne beteiligte Personen kurz interviewt werden, um ihre Situationswahrnehmung zu erfassen. Gerade in der Marktforschung ist es von Vorteil, die Lebenswelt der Befragten nicht nur anhand von Interviewmaterial sondern auch mittels Beobachtungen zu erfassen. So kann man beispielsweise erfahren, wie die Befragten bestimmte Produkte in ihren Alltag integrieren, ob sie bei der Anwendung alle Funktionen benutzen und wie wichtig bestimmte Produkte im Alltag sind. Beobachtungen können demnach wichtige Einblicke liefern, um Interviewsituationen mehr Kontext zu verschaffen und Aussagen der Befragten besser in die soziale Wirklichkeit einbetten zu können.

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